Tja, was machen wir hier denn nun? Wir renovieren 34 Zimmer und bauen ein neues!
Momentan zähle ich die Tage- es sind nur noch 9! Vorfreude mischt sich gerade mit Panik- das muss ich zugeben.

Montag kommt schon der Polsterer und holt die ersten Schlafsessel ab. Letzte Woche wurde eine riesige Rolle Stoff geliefert, die nun unser Backoffice versperrt.
In 9 Tagen kommen die Maler und beginnen in den ersten beiden Etagen: Streichen, tapezieren, Boden verlegen…
Am 27.11. rücken die Ausstatter dann mit den Möbeln an. Ich hatte bereits einmal das Vergnügen mit dem Team von Voglauer zu arbeiten und war sehr beeindruckt. Als die Monteure die Zimmer verließen, leuchteten die Lampen, die Gardinen hingen, die Dekokissen waren verteilt- es fehlte eigentlich nichts. Zimmermädchen rein, Betten beziehen und schon konnten die Gäste kommen.

Tatsächlich ist die Zeit davor deutlich anstrengender als die eigentliche Renovierungsphase.
Es gibt zu jedem Möbelstück eine eigene Fertigungszeichnung, die wir prüfen und gegenzeichnen- ich habe ja mal erwähnt, dass das Angebot alleine 15 Positionen Kleiderschränke umfasst?
Ein bisschen kommt mir das alles vor wie Domino spielen: nachdem die Pläne für alle Zimmer vorlagen, stellte sich raus, dass es das Schaltersystem nicht mehr gibt. Also gibt es wohl oder übel stellenweise neue Steckdosen.
An manchen Zimmerkonzepten haben wir lange gebastelt, bis wir alle Möbel an der (hoffentlich!) richtigen Stelle untergebracht hatten. An dieser Stelle liegen natürlich nicht die benötigten Anschlüsse… Naja, ein bisschen schlitzen und dann sind die Leitungen ja schnell gezogen (diese Einstellung habe ich wohl von meinem renovierungsfreudigen Vater geerbt) – dachte ich zumindest. Bisher habe ich unsere Glasfasertapete geliebt aber nun weiß ich: die kann man nicht „flicken“. Und auch nicht so ganz einfach wieder abreißen… Nun gut, neue Tapete ausgesucht und bestellt, die Maler dürfen spachteln.
Und was ist mit Fußleisten? Naja, die jetzigen Teppichleisten wurden geklebt, der Kleber geht nicht ab und muss somit von den neuen Leisten überdeckt werden. 9 cm hohe Fußleisten gibt es natürlich nicht passend zum neuen Boden. Ich arbeite noch an der Lösung…
Hat eigentlich jemand daran gedacht, dass wir zukünftig in den Komfortzimmern Betten mit einer Länge von 210 cm haben? Die Idee ist doch super- da waren wir uns alle einig. Ach, neue Matratzenschoner und Bettlaken brauchen wir ja dann… Gut dass mein tolles Team mitdenkt und mir derzeit den Rücken frei hält.

So sehr ich mich also auf die neuen Zimmer freue, die nächsten 9 Tage verkrieche ich mich im Büro und versuche nichts zu vergessen und Ablaufpläne zu erstellen.

Unsere lieben Gäste hier vor Ort können derzeit alle möglichen Pläne und Stoffmuster an unserer „Umbauwand“ in der Rezeption bewundern und zum Glück sind bisher alle begeistert und sprechen uns Mut zu. Danke für ihr Vertrauen, ihr Interesse und all die lieben, motivierenden Worte!

Ein bisschen wehmütig sind wir übrigens auch! Darum gibt es seit heute zum Kennenlernangebot auch ein Abschiedsangebot.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende.
Bis bald von unserer Baustelle,

Ihre Annika Gregório
Gastgeberin

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